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US-Arbeitslosenquote jetzt offiziell bei 16,2 Prozent
Der Begriff „arbeitslos“ ist dehnbar wie ein Gummiband. Im März stieg die offizielle US-Arbeitslosenquote (U3) von 8,1 Prozent auf 8,5 Prozent. Wer keine Arbeit hat, muss nicht zwangsläufig arbeitslos sein. Dazu bedient man sich einiger hochwissenschaftlicher Stellschrauben. Deshalb werden in den USA sechs verschiedene Arbeitslosenquoten herausgegeben, wobei immer die U3-Zahl in den Zeitungen steht bzw. die Börsen bewegt, obwohl es noch fünf weitere Arbeitslosenquoten gibt. Aufschlussreich gilt die U6-Zahl...
Follow up:
Doch zuerst zum offiziellen Teil: Im März wurden 663.000 Jobs gestrichen. Da man im Amerika die Arbeitslosen nicht zählt, sondern schätzt, werden die Vormonate immer „revidiert“. Die heutigen Zahlen berichten vom höchsten Stand seit 1983 Jahren. Inoffiziell ist es ein Desaster wenn nicht noch mehr.
U3 ist immer die freundlichste Zahl. aus der Datenreihe des Bureau of Labour Statistics (Quelle). Nach dem etwas interessanteren U6-Bogen muss man schon etwas genauer suchen. (Quelle). Dieser beinhaltet nämlich auch alle Personen, die U3 ausblendet und informiert etwas genauer über die realen Zustände am US-Arbeitsmarkt. U6 dagegen kommt der Wirklichkeit dabei am nächsten..
Total unemployed, plus all marginally attached workers, plus total employed part time for economic reasons, as a percent of the civilian labor force plus all marginally attached workers.
U6 vermeldet heute eine offizielle Quote von 16,2% Prozent, nach 16,0% im Februar 2009. Interessant auch die Datenreihe der Leute, die länger als 15 Wochen ohne Beschäftigung sind (U1). Da sprang die Rate von 3,7% auf 4,1%. Warum nimmt man diese Zahl nicht als offizielle Referenz?
Egal, welche U-Bahn man jetzt nimmt, ob Linie U1 oder Linie U6, ich wette, mit keiner dieser Bahnen kommt man ans Ziel. Nach der statistischen Methode aus dem Jahr 1980, auffindbar auf der viel beachteten Internetseite Shadow Stats (Quelle), liegt die Arbeitslosenquote jetzt bei nahe 20 Prozent.

Armut wird in den USA zur Normalität. Trotz Staatsausgaben in Billionenhöhe gab es noch nie soviele Snappys wie im Januar 2009. (SNAP = Supplemental Nutrition Assistance Program) Snappys sind diejenigen, denen monatlich eine Beihilfe zum Kauf von Lebensmitteln in Höhe von 112,82 USD gezahlt wird. Bezugsscheine erhalten nur diejenigen, die zwischen 16 und 60 Jahre alt sind und nachweisen können, dass sie auf Arbeitssuche sind bzw. bereit, an Beschäftigungs- und Ausbildungsprogrammen teilzunehmen. Im Januar waren das 32,2 Mio. US-Bürger, oder 11% der Bevölkerung „snappy“, mehr als offiziell arbeitslos sind.
13 Kommentare
also auch ein umtopfen der leute.
und wie hoch ist dann die wahre deutsche?
2002:8634
2003:8928
2004:9482
2005:10.201
2006:11.300
2007:13.100
2008:14.600
Ab 2006 sind die Werte geschaetzt weil die Veroeffentlichung eingestellt wurde. Wuerde mich interessieren wie das damals verkauft wurde. Aber das gleiche koennte der Arbeitslosenstatistik auch bluehen. Vllt. mit der selben Begruendung wie schlechte Konjunkturprognosen platt gemacht werden: Man solle sich nicht mit schlechten Prognosen ueberbieten die dann erst zu einer Rezession fuehren oder so aehnlich.
Die jetzt Aktien kaufen wissen um den faulen Kompromiss. Aber sie wissen auch, dass sie kurz vor dem Kollaps in Gold umschichten koennen. Otto Normalbuerger wird die dead line verschlafen.
klar, es ist eine definition. aber ich zweifle auch an den statistiken.
Ob bei den Staatanleihen, den Aktien, den Edelmetallen (Kurse hübsch flach halten, das Geld wird an anderen Stellen benötigt) ... alles wird passend gemacht. Alles jenseits vom Atlantik scheint "ein wenig" verseucht zu sein. Oder: Wir basteln uns die Gegenwart so hin, wie es sich gehört ;-)
Ob jemals die Wahrheiten ans Licht kommen werden?
Andreas
Zu den "shadow-stats" bei uns:
Mir ist diese Woche folgendes aufgefallen:
Das die Bauern erbost über den niedrigen Milchpreis sind, dürfte alllgemein bekannt sein. Nun ist er aber seit wenigen Wochen so - unnormal- tief, dass man das mal hinterfragen sollte.
Warum?
Milch (und Milchprodukte in Zusammenhang) sind ein nicht unerheblicher Teil des 'Warenkorbes' vom Otto-Normalverbraucher auf dem die Inflationsstatistiken beruhen.
Da der Milchmarkt ein 'Käufermarkt'ist, der von wenigen Groß-Discountern bzw. Familien (Aldi) kontrolliert wird, frage ich mich ob nicht ein (perifde) Absicht dahinter stekcne könnte, bei dem es 'Bauernopfer' gibt:
Durch dne (äußerst) niedrigen Milch (Butter-) Preis wird die Inflation von "Otto-Normal" niedrig, bzw. dieser bei Stimmung gehalten. Denn: Man stelle sich vor die offizielle Inflationsrate wäre höher als die mickrigen Zinsen, die "Otto" bei der Bank bekommt!?
Was würde er wohl dazu meinen, bzw. dann tun?
Die tatsächlichen Arbeitsmarktzahlen März
.
Kompliziert
Man könnte ja die geleisteten Arbeitsstunden und den Durchschnittsstundenlohn pro Woche oder Monat angeben. Dann wüsste man exakt bescheid ob es auf oder abwärts geht im Land.
Aber so ist es viel besser, da kann man blenden, schieben, vertuschen usw.
Die Milliarden kommen einfach nicht in der Realwirtschaft an.
ich versuche statistisch zu sehen.
Es sind mehr Länder an der Hyperinflation zugrunde gegangen als an der Implosion. Vielleicht ist das doof, aber ich traue den Gelddruckern zu, säckeweise das Zeugs vor die Tür zu stellen - wie auch immer....
An der Abwrackprämie sieht man doch wie einfach es ist "Opium fürs Volk" in eine Richtung gezielt zu leiten - Eigentlich schon bemerkenswert wie einfach eine solche Nachfrage-Manipulation abläuft und der Bürger die 2500 € um jeden Preis will, auch wenn die eigene Karre noch viiiel mehr wert ist - Das sieht man mal wieder dass wenn von Staatsseite gewollt innerhalb kürzester Zeit, große Teile des Volkes manipuliert/gesteuert werden können - ohne viel Aufwand - die Richtung kann man sich aussuchen - Selbst die Amis waren von der "Abwrackprämie" begeistert
Ich möchte Ben Bernanke gern zurufen:"Die Hubschrauber braucht Du gar nicht - lass den Volk abwracken"
Autos, Häuser, Baumaschinen, Haushaltsgeräte ...
Ich frage mich immer ob die ganzen Manipulationen beliebig weitergehen können ....beispielweise spielen die Banken mit den Staaten Salami-Taktik (heute 10 Mio / Morgen 100 / nächste Woche doch 1 Milliarde) und holen sich über Lobbyisten Sonderrechte in der Bilanzierung raus wo man sich als Unternehmer die berechtigte Frage stellt: "Wofür bilanzieren die überhaupt noch bzw darf ich das auch ?" und dann stellen Sie sich Tage später vors Mikro und posaunen: "So schlecht siehts gar nicht aus Freunde - wir machen Gewinn - bei uns läufts"
Ich habe mittlerweile das Gefühl dieses System hat den "godmode" Status und die Unsterblichkeit , bezahlen wir halt in 3-5 Jahren mit zwei oder drei 100 €uro Münzen unser Bierchen , kennen doch noch viele aus früheren Spanien Urlauben - das kosteste ein kaltes Bier mal 275 Peseten oder so und in 10-15 Jahren machen wir halt nen Währungsschnitt von 1000:1 oder 10.000:1 und holen den ECU aus dem Keller - und "The neverending Game" beginnt von vone
Beispiel: Gold/Silber Manipulation gerade jetzt müssten Sie doch den Luftballon steigen lassen , da weltweit der meiste Gold/Silber-Besitz in mehr oder weniger staatlich kontrollierter Hand ist , MÜSSTEN sie doch eigentlich an steigenden Preisen interessiert sein - ich sehe mittlerweile darin den letzten Rettungsfallschirm bzw Luftballon der steigengelassen wird wenn gar nix mehr geht - Siehe auch Gold-Bailout der DB von EZB Seiten und mittlerweile geben Sie sogar öffentlich zu dass Gold und Silbermarktpreise beliebig kontrolliert werden - Was ist daran noch Markt ? Börse ?
Ich glaube Sie können sich nur selber ein Bein stellen bzw das System zu Fall bringen und ich bin sehr gespannt wie Sie das hinbekommen ;)