| « Auch das noch.... Steinbrück soll Bankmüll kaufen | Whiskey-Kuchen - Ein leckeres Rezept für jeden Anlass... » |
Italien vor dem Bankrott?
Dass man in Italien immer gerne mehr Geld ausgibt, als man einnimmt, das ist nichts Neues. Dass die Lage der Finanzen viel angespannter ist als in Deutschland, überrascht auch keinen. Dass aber jetzt der italienische Arbeits - und Finanzminister das Wort "Bankrott" in den Mund nehmen, lässt die Europäer aufhorchen. Zurecht. Einer muss ja den Anfang machen...
Follow up:
Die Aussagen von Italiens Arbeitsminister Maurizio Sacconi dürften die Alarmglocken im Turm der EZB noch etwas stärker zum Läuten bringen, als sie ohnehin schon tönen, nachdem italienische Staatsanleihen 2008 dem Anleger nur Ärger bzw. Verluste eingebracht haben. Dabei hatte Ministerpräsident Berlusconi unlängst noch tief in die Kiste des Zweckoptimismus gegriffen, als er über die Lage der Nation redete. Jetzt aber fallen ihm Arbeits - und Finanzminister in den Rücken. Arbeitsminister Sacconi sagte, dass Italien in den Bankrott schlittern und dasselbe Schicksal wie Argentinien erleiden könnte. Die Rezession haben die Italiener schon. Nun auch noch einen Staatsbankrott? Ein harter Test für den Euro... Sacconi hält diese These für nicht wahrscheinlich, aber ausschließen kann er ihn aber nicht, berichtet der Standard.
Die Schläge für Investoren, die italienische Staatsanleihen besaßen, wurden im Verlauf des Jahres 2008 immer stärker. Die Aufschläge im Vergleich zu den deutschen Staatspapieren weiteten sich immer heftiger aus. Nun stellt sich heraus, dass neue itanienische Anleihen zum Teil nicht mehr verkäuflich sind, berichtet eine italienische Finanzzeitung
Ben due aste Btp per specialisti su tre ieri sono andate deserte, mentre la terza ha visto una richiesta di solo poco più di un terzo dell'ammontare offerto. Un buco nell'acqua insomma per il Tesoro, che non è riuscito a collocare la 6° e 7° tranche da 150 milioni di euro di ...
Übersetzung
Gestern sind gleich zwei von drei Btp-Versteigerungen (Btp=Buoni del tesoro poliennali = Staatsschatzscheine mit mehrjähriger Laufzeit leer ausgegangen und die dritte Versteigerung sah nur eine Nachfrage von etwa 1/3 des Angebots. Für das Schatzministerium also ein Schlag ins Wasser, da die 6. und 7. Tranche zu je 150 Mio. Euro nicht placiert wurden ..."
2009 wird es eng - sehr eng
220 Milliarden Euro muss Italien im kommenden Jahr refinanzieren. Andere Zahlen (Bloomberg) gehen von 310 Mrd. Euro für 2009 und 164 Mrd EUR für 2010 aus.

Zurückzahlen ist ohnehin nicht möglich, ähnlich wie in einem Schneeballsystem. Also braucht man Investoren, die sich das Risiko antun wollen. Dabei steht Italien gleichzeitig auch im Wettbewerb mit "besseren" Schuldnern (Staaten), die von Ratingagenturen weit besser bewertet werden, als der Stiefelstaat (A). Deshalb ist der Aufschlag für italienische Staatsanleihen gegenüber den Bunds (AAA) auf 133 Basispunkte gestiegen. (Griechenland +225 Bps gg. Bunds)

Deutschland hat auf dem internationalen Schuldenmarkt die noch günstigeren Karten: Besseres Rating (AAA) und geringere Verschuldung (63% des BIP). Damit lassen sich die für 2009 benötigten 323 Mrd. Euro !!! noch einfacher hereinholen, als es die italienischen Freunde können.
Wirtschaftsminister Giulio Tremonti wies darauf hin, dass Italien das Land mit der drittgrößten Staatsverschuldung der Welt sei und dass die Gefahren für Italiens Staatsfinanzen weniger vom Haushalt als vom Finanzmarkt ausgingen. Weniger Sorgen bereite ihm die private Verschuldung, die hier unter dem EU-Schnitt liege.
"Sollte eine Emission kurzfristiger Staatsanleihen fehlschlagen, würde dies für den Staat ein Desaster bedeuten", heißt es im italienischen Wirtschaftsministerium. Italiens Schulden machen derzeit 104% des BIP aus, die drittgrößte Verschuldung der Welt, wie der Finanzminister betonte.
Italien hatte vor der Euro-Einführung den Vorteil, dass die Lira immer weiter abgewertet werden konnte. Diesen Vorteil hat das Land mit dem Euro verloren. Im Gegenteil - die Währung ist stärker geworden, während der Wettbewerbsvorteil verlorenging.
Wird Italien aus dem Euroverbund aussteigen? Einer muss ja anfangen. Aber dass es Italien sein wird, ist eher unwahrscheinlich. Das Land hätte zwar die Größe für eine eigene Währung, doch hätten die Italiener ihre Lira wieder, wäre auch der Tag der Abrechnung für die aufgelaufenen Schulden in Billionenhöhe gekommen. Das ist schlicht unmöglich. Binnen weniger Tage käme wohl der Staatsbankrott. Italien kann sich den Ausstieg aus dem Euro überhaupt nicht leisten.
Doch ein paar Fragen sind offen: Wer besitzt diese Anleihen? Wo stecken Sie? In Altersvorsorgeprodukten? Weil Anleihen ja so sichere Häfen sind? Vermutlich.
Nachtrag
Der italienische Wirtschaftsminister Giulio Tremonti hat entschieden dementiert, dass Italien wegen der dramatischen Mischung aus Rezession und gewaltiger Verschuldung mit einem Staatsbankrott enden wird. "Wir werden nicht wie Argentinien enden", versicherte Tremonti und appellierte an die Italiener, Staatsanleihen zu kaufen, die derzeit "sicherste und solideste Anleihe überhaupt" seien.
13 Kommentare
nicht zum Ankauf von irgendwelchen Schrottpapieren. Ob das nun faule Kredite von Banken sind oder eben italienische Staatsanleihen. Wo ist denn da der Unterschied. Gewinner in diesem System ist doch sowieso nur der jenige der jetzt nochmal auf Staatskosten richtig Party macht.
Die Weltwirtschaft rast ohnehin mit Volldampf gegen die Wand. Wenn der Knall da ist, wird halt eine neue Währung ausgepackt und ein Neubeginn kann erfolgen.
Ohne spitzfindig zu werden, sollte man nicht Inflation mit Teuerung verwechseln!
1. Inflation bezieht sich immer auch auf die Geldmenge und bildet damit hauptsächlich den "Verwässerungseffekt" einer Wärung ab. (z.B. die Neuverschuldung eines Landes)
2. Teuerung hingegen bezieht sich ausschließlich auf die Preisentwicklung bei konstanter Geldmenge. (z.B. Preiserhöhung wegen Angebotsverknappung)
Ende!
Man wirft heute aber alles durcheinander. Man weitet einerseits die Geldmenge aus, gleichzeitig vernichtet sie sich. Die Notenbanken müssten demnach etwas schneller nachpumpen, um den gewünschten Effekt zu erreichen. Doch das würde auch bedeuten, dass das Geld in der Realwirtschaft ankommt. Und das sehe ich derzeit nicht, ausser die Regierungen beeilen sich jetzt mal etwas. Ich würde auch ein drittes und viertes Mondprogramm empfehlen, oder das Bohren eines Tunnels zum Mittelpunkt der Erde. Der Staat ist der einzige, der weiter aufschulden kann. Und er wird das tun...
Die Staatsverschuldung steigt in dramatischem Ausmaß. Die EU-Kommission befürchtet vor allem für Deutschland, dass diese bereits im Jahr 2050 beim fast Vierfachen des Bruttosozialprodukts liegen wird – gegenüber 63 Prozent heute.
Wenn selbst EU-Funktionäre ein solches Auftürmen für möglich halten, dann können wir die erste Dekade des neuen Jahrtausend entspannt auf uns zukommen lassen !?
Danke !
Also, wir machen mal die Rechenaufgabe von der anderen Seite, dann ist alles ganz „easy": Die EU27 werden so zu Jahresbeginn 2009 einen Gesamtschuldenstand von rund 7,250 Billionen € ihr eigen nennen, den sich rund 500 Mio. Einwohner dieser Zone teilen dürfen, also pro Nase rund 14.500 Euro. Bei den schlechteren Bonitäten des Staaten setzen wir mal 5% notwendigen Zins an. Dann muss halt jede Nase 725 €/a oder 60,42 €/Monat berippeln (nur Zinsen ohne Tilgung), dann ist doch alles easy. Sollte doch bei Hartz IV noch zu schaffen sein … oder? OK, da wir jetzt um die Brisanz wissen, wollen wir natürlich dieses Ungemach beseitigen und unsere Schulden in 10 Jahren weg haben.
OK, nichts einfacher als das, dann legt eben jeder 154,68 Euro pro Monat auf den Tisch und die Sache ist in 10 Jahren erledigt. Klar, die sich viele Kinder angeschafft haben und nicht mehr schaffende Altenteile müssen natürlich für diese Personen mitberippeln … Luxus muss schließlich wehtun. Oder die Zahlungsplichtigen entschlössen sich, die unproduktiven sozialverträglich frühableben zu lassen … Hmm keine gute Idee, dann muss wer anders dafür zahlen, die Schulden kann man ja nicht mitumbringen. Aber aus dieser kleinen Rechenaufgabe können wir doch schnell erkennen wie einfach das Problem zu fixen ist. Wenn unsere Regierungen sich jetzt noch schnell zu einer Verdoppelung der Schulden entschließen, könnte es natürlich etwas enger werden. Ok, dann machen wir eben 2009 den Schnitt und einen Eurodollar oder Amero oder was auch immer für eine neue Einheit und der Staat kann dann wieder bei 0,00 Schulden anfangen und wir haben wieder mal gut 50 - 70 Jahre Ruhe und als Rentner nix außer vielleicht Hartz X. Ach ja, das Großkapital hat schon vorgesorgt, die haben Gold und Ländereien und Industrien ohne Ende gekauft und werden uns dann erneut, nach dem Währungsschnitt den Weg weisen und wieder ganz fix die neuen Kröten aus der Tasche drehen. Also Leuts, dann fröhliches neues 2009 … Prost!
Ich könnte es, ein Harz-IV-Bezieher wahrscheinlich nicht.
Regelsatz 351 € für Einzelperson; 2 Personen - 622 €; Kinder bis 14 Jahre 80 % des Regelsatzes, über 14 Jahre 90 % des Regelsatzes. Dazu werden noch Kosten für eine "angemessene" Unterkunft (was angemessen ist, bestimmt die ARGE). Sollte die Wohnung zu teuer sein, muss der Bezieher aus seinem Regelsatz drauflegen.
Einkommensanrechnung für Harz-IVler in Arbeit: 100 € Grundfreibetrag (damit sind in der Regel Fahrtkosten zur Arbeit abgegolten)wird nicht angerechnet; von 200 € bis 800 € werden 20 % nicht angerechnet; über 800 € bis 1.100 €, davon werden 10 % nicht angerechnet. Damit macht man keine großen Sprünge.
Ich bin dafür den Staat zu spalten das auch viele Italiener befürworten, ich bin selbst Italiener und erlebe öfters solche Diskusionen.
Es kann doch nicht wahr sein dass unforstellbar große Beträge in den süden fliesen und er sich nicht entwickelt.
(beispiel Müllkrieße Neapel: Es wurde so viel Geld ausgegeben um 10 Müllverbrennungsanlagen (noch vor der letzden Müllkriese) zu bauen, eine einzige Anlage hätte das Problem behoben)
Meine meinung ist los vom Süden, los von Rom und Norditalien kann den Schuldenberg bewältigen!
In dem sie die Geldmenge erhöht und somit
den Schuldenberg auf alle EU-Bürger per
Geldentwertung verteilt?
Weder Italien noch Griechenland könnten jemals die
Geldentwertung geschweige denn die Zinslast für die Neuverschuldung jemals ausgleichen, die Spirale der Entwertung des Euros würde in Gang
gesetzt.
Die Refinanzierung funktioniert nur über Euro-Anleihen, irgendwer kauft die Schulden oder nicht
wenn nicht muss sich der Staat selbst entschulden
oder er geht eben schlicht weg Bankrott.
Das System hat sich tot gelaufen, kein europäischer Staat hat reale Gegenwerte um die bereits aufgenommenen Schulden jemals auszugleichen.
Der Euro ist genauso Fiat-Money wie der Dollar,
man gibt immer mehr Scheine aus ohne reale Deckung
z.B. die USA importiert das 3 fache an Gütern aus China als es exportiert und bezahlt mit ungedeckten Dollars, womit sollte die USA auch
noch den Dollar decken, Gold wurde als Sicherheit
abgeschafft.
Das Papiergeldsystem wird platzen, dies ist von der herrschenden Liga auch so gewollt, es wird
abgeschafft und durch eine Weltwährung in "Plastikgeld" sprich papierlos ersetzt werden,
dieser Schritt wird im Jahr 2012 erfolgen.
Die leidtragenden sind dann diejenigen die keine
Güter besitzen (Grundstücke, Gold, etc.) was mit
Unruhen und Aufständen verbunden sein wird.
Papiergeld "Game over"
Merke das Jahr "2012" und erinnere Dich daran
was ich hier geschrieben habe, es wird so
eintreten.