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20 Prozent Inflation ist der historische Maßstab
Nicht nur in den USA spielte die 20-Prozent-Inflations-Marke eine besondere Rolle. Brasilien wurde zum BRIC-Staat, nachdem die Inflation – die noch 2003 bei 20 Prozent lag - gebrochen werden konnte. Auch die indische Inflationsrate erreichte 1998 ein Hoch von 20 Prozent.
Fazit: Offensichtlich stellt eine Inflationsrate von 20 Prozent über zwei bis drei Jahre im Hinblick auf eine Staatsentschuldung so etwas wie ein „historisches Optimum“ dar. Das wirkt jedoch nur dann, wenn der Staat nach dem Ende der „Power-Inflation“ keine übermäßigen Wohltaten verteilt, sondern diszipliniert agiert. Die Fehler aus der Reagan-Ära gilt es zu vermeiden.
Einen Haken hat die Sache: Bei einem starken Inflationsanstieg würden die Gläubiger einen Ausgleich in Form höherer Zinsen einfordern. Japan wäre bei einem Anstieg am langen Ende von 2,5 Prozent praktisch pleite, Großbritannien und die USA würde es bei 6 Prozent erwischen. Deutschland würde bei einem Zinssatz von 8 Prozent in die Knie gehen.
Staaten sind souverän. Sollten beispielsweise die USA entscheiden, die Zinsen zu deckeln, können sie dies tun. In den 40er Jahren deckelten die USA die Zinsen am langen Ende bei 2,5 Prozent. Die Inflation betrug 1946 bis 1948 zwischen 10 und 15 Prozent. Einen Inflationsausgleich gab es nicht. Staaten können noch mehr: Sie können entscheiden, Staatsschulden nicht mehr zu bedienen. Man denke an Argentinien in den Jahren 2001/2002. Während sich Unternehmen stets an Gesetze halten müssen, die das Land, in dem sie agieren, vorgibt, hat jeder Staat eine eigene Gesetzgebung. Gesetze lassen sich ändern. Im Rahmen der EU gilt dies zwar nur bedingt, aber wenn es hart auf hart kommt, dürfte kurzer Prozess gemacht werden.
Seitens der Politik ist der Ärger über die Wetten mit Hilfe von Credit Default Swaps gegen Griechenland ist groß. Also wird man regulieren. Der Ärger in der Politik über die Abwertung Griechenlands durch die Rating-Agenturen ist ebenfalls deutlich zu spüren. Also prüft die EZB die Einführung einer staatseigenen Rating Agentur. Dazu – so heißt es – müssen nur 15 bis 20 weitere Stellen bei der EZB geschaffen werden. Die Devise aus Sicht der Politik heißt: Die Privatwirtschaft soll sich bitteschön aus elementaren Staatsangelegenheiten heraushalten. Über die Bonität eines Mitgliedslandes entscheiden wir selbst. Wetten auf Staatspleiten dürften zukünftig reguliert bzw. eingeschränkt werden.
Es ist klar, dass eine Steuerbarkeit der Inflation durch die Zentralbanken üblicherweise nicht angenommen werden kann. Ein solches Entschuldungsexperiment kann schief gehen. Der Zweck dieser Überlegungen ist es lediglich, einen Weg aufzuzeigen, der historisch bereits mehrfach praktiziert wurde. Ja, Inflation ist ungerecht. Ja, Inflation ist unfair. Nein, Inflation kommt nicht überraschend. Ja, Inflation gefährdet insbesondere abhängig Beschäftigte und die Bezieher von Transfer- bzw. staatlicher Einkommen (z.B. Beamte, Rentner, Hartz IV-Empfänger). Ersparnisse werden entwertet. Aber Inflation ist nichts, dem man hilflos ausgeliefert ist. Die Anlage eines Teils seines Vermögens in Sachwerten (z.B. in Edelmetallen) steht jedem frei.
Die Alternative zur „Power-Inflation“ ist das, was aktuell in Griechenland durchgesetzt werden soll: Löhne runter, Pensionen runter, Steuern rauf. Die Kaufkraft wird abgewürgt, es kommt zur Deflation. Im Detail sind die Ungerechtigkeiten anders verteilt, aber der Netto-Effekt dürfte ähnlich sein wie bei einer „Power-Inflation“. Egal, welchen Weg man wählt: Die „eierlegende Wollmilchsau“ existiert nicht. Es gilt, auf Seiten der Politik und der Geldpolitik den Anpassungsprozess zu finden, der die geringsten Schmerzen erzeugt. Man sollte jetzt agieren. Ansonsten schafft der Markt – wie es seine Art ist – vollendete Tatsachen.
Quelle:
Robert Rethfeld
Wellenreiter-Invest
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16 Kommentare
Deshalb denke ich auch, dass Zins und Inflationsrate in den nächsten Jahren eher unter 5% bleiben. Und der Wettbewerb und Überkapazitäten werden auch ihren Beitrag dazu leisten.
Und wenn die Masse es dann endlich merkt, so in ein bis drei Jahren, sich dann verwundert die Augen reibt ... so'n Pech aber auch.
Die Schulden werden durch nichts anderes als steigende Einkommen, im Falle eines Staates Steuermehreinnahmen und geringere Ausgaben abgebaut. Sonst durch überhaupt nichts.
Die zweite Seite der Medallie sind die Preise. Aber nicht irgendwelche zusammengelogenen Warenkörbe, sondern die Verbraucherpreise.
Die sind in D in den vergangenen EuroJahren im Schnitt 8.8 % jährlich gestiegen. Dabei ist egal, ob durch Ökosteuer oder Mehrwertsteuererhöhung. Nun kann jeder selbst nachrechnen. Die Einkommen können in diesen 10 Jahren jährlich 2 % gestiegen sein. In dem Fall war die Inflation 6,8 %. Oder sie können (nicht selten) 0,5 % jährlich gefallen sein. Dann war die Inflation 9,3 %.
Der kleine Denkfehler Inflation würde Schulden entwerten ist fatal. Ohne Einkommenssteigerung steigt die Schuldenlast bei zusätzlicher Verschuldung und sonst überhaupt nichts. Durch Inflation werden Ersparnisse entwertet, aber nicht die verzinsten Schulden. Ich müßte als Otto Normalo zum Schutz meiner Ersparnisse diese in Anleihen mit einer Rendite um 7% anlegen. Da kämen die Griechen gerade zur rechten Zeit, falls der Euro nicht kollabiert oder die Griechen ausscheren.
Nähmen wir jetzt andere Euro-Mitgliedsländer, sähe es zappenduster aus.
In Griechenland stiegen die Harmonisierten Verbraucherpreise 20,2 %/a, Spanien 10,2 %/a, Italien 9,8 %/a, Portugal 13 %/a, Irland 10,3 %/a, Finnland 7,7 %/a, Frankreich 7,5 %/a, Niederlande 7,3 %/a und Österreich 7,0 %/a. Mit dem feinen Unterschied, dass die Einkommen in diesen Ländern sich deutlich besser entwickelten als in Deutschland. Griechenland sollte also aus dem Euro aussteigen. Er hat den Menschen dort richtiges Elend beschert. Und da jetzt nach deutschem Muster zu "reformieren" ist blanker Selbstmord.
Wobei die Staatsschulden bei 83 % BIP im Schnitt Ende 2010 bereits besagen, dass der Maastricht - Vertrag und auch der Euro klinisch tot sind. Auch Deutschland Ende 2010 mit 79 % BIP Staatsschulden ist nicht viel besser. Im Maastricht - Vertrag werden Grenzen für Staatsschulden mit 3 %/a angegeben. Gut. Meinetwegen plusminus eingehalten. Aber die Verschuldung in Deutschland ist seit 2002 mit knapp 5%/a gewachsen. Die Differenz zu der "Inflation" sind die Geldentzüge durch Zinszahlungen. Gott hat die vergangenen 10 Jahre eindeutig in Frankreich gelebt.
In den osteuropäischen Ländern der EU sieht es dann richtig übel aus, Bulgarien, Estland, Lettland, Polen, lauter "Griechenländer". Da kommt, nicht nur, auf die EU noch einiges zu.
Crack up boom ist nicht möglich, wenn die Mehrheit kein Geld hat, um die Preise hochzukaufen. Die Aktienkurse sind nachweislich nicht durch wild entschlossene Käuferscharen gestiegen. (Umsätze Deutsche Börse 2009 - 50 %, Parketthandel wird eingestellt, da war tote Hose) Bei den Rohstoffen dürfte es ebenso aussehen. Bei der derzeitigen DEFLATION sind steigende Aktienkurse und Rohstoffpreise blanker Wahnwitz. Die werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eher früher als später total zusammenbrechen. Die Goldmänner und Joe'es Buben können sehr wohl eine Hausse machen, aber sie können eine Baisse nicht verhindern.
-->Bei der derzeitigen DEFLATION sind steigende Aktienkurse und Rohstoffpreise blanker Wahnwitz."
warum? ich hab ja schon mächtig einen an der Waffel. Da stehe ich auch zu. Wenn nun mal das "Geld" immer mehr wird, und es ständig in einem "Kreislauf" sich befindet, wo immer mehr zufließt, dann sucht sich das Zeugs, irgendeine Form, wo es angelegt wird. Und da die Löhne, nicht steigen in der Breite, muss die Kohle irgendwo anders hin.
Oder ich lasse die zu 3% auf dem Sparbuch. Und selbst die lächerlichen 3% wollen sich als Gewinn erwirtschaftet sehen. Wer erwirtschaftet die denn? Das ist doch nicht der liebe Banker von nebenan.
Ford hat das glaube mal gesagt: "Autos kaufen keine Autos" so ist das nun mal. Jeden Tag, werden die Zinsen ausbezahlt werden müssen. Und nun? Woher kommen die Zinsen denn nun? Und fließt das Liquide wieder hin? In die Taschen der produzierenden Bevölkerung garantiert nicht.
Die Griechen machen das richtig. Die sind mMn. die einzigen die erkennen, das Geld letzten Endes nix Wert ist.
und da ich schon mal dabei bin, meine Füße wieder funktionieren, der Meyer Frank... (ach ich weiß ja nicht wie der das schafft) ...
schau dir doch die "Schuldenuhren" an, die sind beim Überschlag angekommen. So schnell kannst du doch gar nicht die Cheeseburger produzieren und essen, wie diese "Uhren" laufen. Das ist ja wie beim "Wettfressen". Gibt es eigentlich auch eine "Produktionsuhr" ? Wie viele Güter werden denn hergestellt in dem Zeitrahmen, und wie viel Penuncia?
Ach was solls, Mitleid habe ich mit dem Frank. Halt durch!!!
das klingt alles recht kompliziert und unanständig für jeden Betroffenen.
Nachfolgenden Text habe ich irgendwo im Netz gefunden (hoffentlich nicht hier im Blog).
Das wäre doch schonmal eine Teillösung, ein Lösungsansatz:
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Optimaler
Finanzkreislauf
Es ist 2010, eine Kleinstadt in Deutschland. Alle haben Schulden und leben auf Kredit.
Zum Glück betritt ein reicher Amerikaner eines der Hotels:
- der Amerikaner will ein Zimmer, legt 500,- € auf den Tisch und geht, um sich das Zimmer anzusehen,
- der Hotelchef nimmt das Geld und rennt zum Metzger, um seine Schulden zu begleichen,
- dieser nimmt die Banknote und rennt zum Schweinezüchter, um seine Schulden zu regulieren,
- dieser nimmt die 500,- € und rennt zum Futterlieferanten, um seine Schulden zu reduzieren,
- dieser nimmt das Geld und gibt es einer Nutte, bei der er laufend auf Kredit war (Krise),
- die Nutte nimmt das Geld und rennt zum Hotelchef, um ihre Schulden für das Stundenzimmer zu regulieren.
Genau in diesem Moment kommt der Amerikaner zurück, sagt, das Zimmer gefalle ihm nicht, nimmt seine 500,- € und verlässt die Stadt.
Niemand hat etwas verdient, aber die ganze Kleinstadt hat keine Schulden mehr und schaut plötzlich wieder völlig optimistisch in die Zukunft!
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Olé.
Du widersprichst dir doch selbst. Real Stand Januar besaßen die Deutschen ziemlich genau 580 Mrd. €, pro Kopf sind das knapp 6000 €, aber der Staat hat pro Nase schon heute, ohne die berüchtigten "Schattenhaushalte" 20000 € Schulden angehäuft. Die privaten Schulden ohne Banken und Industrie sind auch rund 2 Bill. €. Die Forderungen an verschiedene Banken und Versicherungen liegen bei 4,06 Bill. € ("Ersparnisse" laut Bankenverband abzüglich Bargeld). Logischerweise nicht kurzfristig als Geld einbringbar.
Wenn sogar die Bruttolöhne in D jetzt erstmals nach 1949 sanken, die Einzelhandelsumsätze sind seit Jahren nicht ohne Grund im Sinkflug, dann stimmt das jetzt auch mit sinkenden Geldmengen überein. Das M3 EU ist Jan. 10 -0,77 %, das deutsche -2,45 % zum Vorjahresmonat gesunken. Wenn Schulden zurückgehen (M3 sind ja Kredite) und die verzinst waren, kann niemals mehr Geld zirkulieren.
Ich kaufe doch in einer Zeit real knappen Geldes keine Beteiligung an einem hoch verschuldeten Unternehmen, Aktiengesellschaft genannt, wenn die Leitzinsen schlechteste Lage signalisieren. Sonst stünden die nie auf diesem Niveau.
Die Banken sitzen auf Schuldscheinen, die sie aber nicht weiterverkaufen können, weil niemand das Geld hat die Scheinchen zu kaufen. Das Chance-Risikoverhältnis stimmt nicht, ausgedrückt im Zins.
Insgesamt sollen dieses Jahr 3 Billionen $ Staats-Schulden umgeschuldet bzw. über 2 Bill. $ Neuschulden an die weltweiten Gläubiger gebracht werden.
Das heißt einfach bei der heutigen Konstellation entziehen die Banken der Realwirtschaft Netto-Geld. Also ist das nicht die Zeit, in der sich steigende Preise umsetzen ließen. Es ist die Zeit, in der viele Firmen untergehen werden. Dann haben die Banken und andere Gläubiger Abschreibungen auf faule Papiere. Wobei ich ein Eigenkapital von 2 % bei Banken schon reichlich riskant fände. Die haben guten Grund ein hervorragendes Risikomanagement zu brauchen.
Die Wurzel liegt in unserem Geldsystem. Ein Zusammenbruch und Enteignung ist Teil des Systems, nicht Teil eines Fehlers.
-->Du widersprichst dir doch selbst. Real Stand Januar besaßen die Deutschen ziemlich genau 580 Mrd. €, pro Kopf sind das knapp 6000 €, aber der Staat hat pro Nase schon heute, ohne die berüchtigten "Schattenhaushalte" 20000 € Schulden angehäuft. "
Bitte Michael, das sind doch die immer wieder angeführten Average Zahlen, oder nicht. Soviel BWL/VWL habe ich schon im Kopf, dass das nicht funktionieren kann auf dauer.
Ich widersprech mir da auch nicht selber. Wenn nix bei den Menschen in der Tasche "Netto" bleibt, oder immer weniger wird, dann ist das ein Fakt, den man sich wegdurchschnittisieren kann. Kein Thema. Was nutzt mir der Durchschnitt, wenn ca. 80% herumkrebsen?
@ HD
Wo sind denn die Shareholder in dem Rechenbeispiel? Die gerne eine Rendite erwarten? Die ihr Kapital anlegen? Klar, könnte dein Beispiel funktionieren. Aber davon sind wir Lichtjahre entfernt.
Fakt ist doch, dass die Börsen 2009 "besser als erwartet" spielten. Die eingepreisten Erwartungen für 2010 sehen gerade bei Autoherstellern 200 - 700 % bessere Erträge vor. Für die Deutsche Bank und Allianz wäre ich auch skeptisch. Absehbar ist, dass Q1 bis Q3/10 die Quartalszahlen schlechter ausfallen werden, als im Vorjahreszeitraum. Die eingepreisten Hoffnungen werden sich, fast ausnahmslos, nicht erfüllen lassen.
Man hatte und hat ja den Eindruck, Fundamentaldaten würden keine Bedeutung haben. Kurzfristig stimmt das. Ich empfähle niemandem short zu spielen ("ob long ob short, das Geld ist fort"), aber sehr starke Zurückhaltung bliebe aus meiner Sicht angesagt.
Da sind viele Widersprüche in deiner Kette. Allein: Warum steigen denn die Edelmetalle, wenn "die Leute" gar kein Geld haben? Sie haben ... und wie. Nur nicht alle. Was passiert wohl, wenn die Inflationsrate den Guthabenzins immer mehr übersteigt? Angehoben werden die Zinsen aus bekannten Gründen nicht. Es wird in den kommenden Jahren eine Entsparung geben die sich immer mehr beschleunigt. Und davon profitieren auch Aktien als Sachwert. Nicht nur Lebensmittel und Edelmetalle. Wetten dass ...?
Wo stehen denn die Edelmetallpreise ? Unter Jahreshoch in $, der $ zählt. Wo steht denn der DAX ? Unter dem Jahreseröffnungskurs. Einige glaubten offenbar das wären Einstiegspreise. Das warten wir mal ab.
-->Fakt ist doch, dass die Börsen 2009 "besser als erwartet" spielten."
Das ist genau der Punkt, den ich meine. Seitdem Alan Greenspan 1986 das Ruder bei der Fed übernommen hatte, die Geldmengen-"politik" so gelockert hatte, dass jeder sein EFH bauen konnte, jeder einen dritt und viert "Hummer" sein "eigen" genannt hat, genau seitdem klettern die Punkte bei Dow und Co. "besser als erwartet".
Hätte der Hund nicht... hätte er den Hasen... es sagt doch gar nichts aus, ob die Aktien nun teuer oder billig sind, ob der DAX nun bei 5 oder 6 oder 7000 Punkten steht, kann doch gar nicht die wirtschaftliche Leistung wiedergeben. Auch die Rohstoffpreise nicht.
Geld ist wie Wasser, es sucht sich doch immer den Weg des geringsten Widerstandes. Mit möglichst hoher Verzinsung. In welche Assets sollten denn nun die Gelder fließen, wenn nicht in physisch vorhandenen Unternehmen oder in physisch vorhandenen Rohstoffen? Also in "Werte"-- In eine Währung? Dann wäre das wohl der Franken. So wie du das ja auch sagst, wenn ich dich richtig verstanden habe, in der Vergangenheit.
Was ich damit sagen will: Ohne die Greenspanische Geldvermehrung, würde der DOW bei ca. 5000 stehen und der DAX bei 2200. Es sind Hoffnungen, und Wolkenkuckucksheime aufgebaut worden, die der Realität nicht entsprechen/ gerecht werden. Da nur ca. 10% über "richtige" Geldmengen, ich rede nicht von dem Buchstaben M sondern ab B, verfügen können/ dürfen, fließt hier immer "mehr" Geld (Zinsen), in einem immer kürzer werdenden Zeitraum zu. Es ist ja nicht Oma Erna (80), die die Börsen hochjubelt.
Es ist doch der "Performance-"DAX. Da sollen die "wundervollen" (im Schnitt 20 % gesenkten) Dividenden jährlich aufgeschlagen werden. Der eigentliche Preis-DAX wird von der Deutschen Börse auch berechnet. Er steht irgendwo um 3500. Das ist schon in Ordnung. Hier wackelt sowohl bei Rohstoffen als auch bei Aktien der Schwanz - der Index bzw. Derivate darauf - mit dem Hund, den eigentlichen Aktien und physischen Rohstoffen.
Aber genau diese derivative Spekulation auf Pump gegen die Steuerzahler ist für die realen Volkswirtschaften schädlich. Spekulation bedingungslos ja, aber mit eigenem Geld und auf eigenes Risiko.
Bisher ist es noch nicht bei den Börsianern angekommen, dass die Zentralbanken zwar die Zinsen tief lassen, aber die Liquiditätsversorgung auf Vorkrisenniveau absenken.
Wir sahen jetzt tolle Auftragseingänge. Querschuss berichtete gerade, dass da die "Bereinigung" aus deutlichem Minus Plus gemacht hat. Es sieht noch nicht wirklich gut aus.
Was die Amis anbetrifft, ich war nicht dort, solange "Terrorkrieg" herrscht, reise ich auch nicht hin. Ich weiß nicht, wie es da wirklich aussieht und unseren Medien glaube ich nicht ein einziges Wort. Den Leuten geht es dreckig, inwiefern das wirklich selbst verschuldet ist, kann man nicht einschätzen. Selbst unter unseren Hartz IV gibt es sone und solche. Selbst das können wir pauschal nicht bewerten. Der in den Medien verbreiteten Hetze gegen den Dollar schließe ich mich nicht an. Der Euro ist auch heute nicht schwach. Nur einige global players die ihre Einnahmen in Euro haben, aber Schulden in Dollar zu bedienen haben, leben nicht mehr im Paradies. Mehr als zu Recht. Sie haben bei uns Millionen Arbeitsplätze vernichtet.
-->Spekulation bedingungslos ja, aber mit eigenem Geld und auf eigenes Risiko."
Klar va bene :B) , kennst du das? : Wir schließen eine LV auf Gegenseitigkeit ab? Du weisst was das heißt?