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20 Prozent Inflation ist der historische Maßstab
von Robert Rethfeld
„Inflation zerstört die Demokratie sowie den Glauben an den Staat“, so Henrik Müller in einem Kommentar, der bei Spiegel Online zu lesen war. „Doch niemand sollte glauben, die Entwertung des Geldes sei ein eleganter und schmerzloser Weg, die aktuellen und künftigen wirtschaftlichen Probleme zu lösen. Ganz im Gegenteil: Inflation ist kalte Enteignung. Überraschend. Unfair. Ungerecht.“
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Der Autor wendet sich gegen das Ansinnen einiger US-Amerikanischer Ökonomen, des IWF sowie des Direktors des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts, Thomas Straubhaar, die geldpolitischen Zügel locker zu lassen. Die Folge wäre ein Anstieg der Inflationsrate, die eine Verringerung der realen Staatsschuld mit sich bringen würde.
Inflation ist ungerecht und unfair, aber nicht überraschend. Inflation deutet sich lange vorher an. Inflation ist das Produkt einer über viele Jahre darauf ausgerichteten Politik (ob bewusst oder unbewusst). Inflation ist auch nichts Fremdes: Seit dem Ende des zweiten Weltkriegs ist Inflation der ständige Begleiter der Bevölkerung in den Industriestaaten. Reallohnverluste und die geringe Verzinsung von Sparguthaben gehören schon jetzt zum „Täglich Brot“ der Bevölkerung. Die „kalte Enteignung“ der Guthaben läuft seit Jahren.
Es entspricht der historischen Erfahrung, dass Inflation sich langsam aufbaut, dann beschleunigt und erst dann endet, wenn ein Großteil der Entschuldung vollzogen ist. Man nehme das Beispiel Zimbabwe. Das ist heute eine Cash-Ökonomie ohne Schulden. Der US-Dollar hat den Zimbabwe-Dollar als Währung abgelöst.
Nehmen wir an, Inflation wäre steuerbar. Wie hoch würden Zentralbanker die Inflationsrate steigen lassen, um eine ausreichende staatliche Entschuldung zu gewährleisten? Was ist eine ausreichende staatliche Entschuldung? Wir nehmen an, dass Zentralbanker eine Halbierung der Verschuldung als ausreichend empfinden würden. Dies entspräche einer Verschuldung von 30 bis 40 Prozent vom BIP.
Steigt die Inflationsrate fünf Jahre lang jedes Jahr um 10 Prozent, so verringern sich vorhandene Schulden real betrachtet um knapp 40 Prozent. Man wäre dem hypothetisch gesetzten Ziel dadurch nahe gekommen.
In diesem Zusammenhang ist ein Blick in die Vergangenheit interessant. Wie wurde die Entschuldung früher durchgeführt? Für die USA liegt eine lange Zeitreihe vor.

Dabei scheint der Wert von 20 Prozent eine wichtige Rolle zu spielen. Im Jahr 1813 wurde eine kurze Periode lang (nicht mehr als ein Jahr) eine Inflationsrate von 20 Prozent gemessen. Im US-Sezessionskrieg wurde drei Jahre lang (1862 bis 1864) eine Inflationsrate von 20 bis 25 Prozent notiert. Ähnliches lässt sich für den Zeitraum von 1917 bis 1920 feststellen: Im Gefolge des ersten Weltkriegs wurden in den USA vier Jahre lang Inflationsraten zwischen 15 und 20 Prozent notiert. Nach dem zweiten Weltkrieg bewegte sich die Inflationsrate in den USA zwischen 10 und 15 Prozent (zwischen 1946 und 1948; im April 1947 wurden sogar 20 Prozent erreicht). Und schließlich kam es in den 70er Jahren zu Inflationsraten im Bereich von 10 bis 15 Prozent.
Die grünen Linien zeigen, dass es jeweils nach einem Inflationsspike von 20 Prozent zu einer länger andauernden realen Entschuldung kam (Verschuldung in Prozent vom BIP). Allerdings gibt es eine Ausnahme: Die „Reaganomics“ der 80er Jahre. Damals beschloss die US-Regierung unter Präsident Ronald Reagan, auf Basis einer Verschuldung von 50 Prozent vom BIP die US-Wirtschaft mit Steuererleichterungen zu stimulieren. Unter anderem wurde der Spitzensteuersatz in zwei Schritten von 70 auf 33 Prozent gesenkt. Die Privatvermögen plusterten sich auf und wurden in den Aktienmarkt gelenkt (starker Anstieg bis 1987), während die öffentliche Verschuldung anstieg. Der Erfolg von „Reaganomics“ wird kontrovers diskutiert. Es dürfte aber unstrittig sein, dass in jener Zeit das Fundament für die heutige Situation geschaffen wurde: Die öffentliche Hand türmte hohe Schulden auf, während der Privatsektor lange Jahre ermutigt wurde, die größte Aktienblase des vergangenen Jahrhunderts - von 1982 bis 2000 - zu befeuern.
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16 Kommentare
Deshalb denke ich auch, dass Zins und Inflationsrate in den nächsten Jahren eher unter 5% bleiben. Und der Wettbewerb und Überkapazitäten werden auch ihren Beitrag dazu leisten.
Und wenn die Masse es dann endlich merkt, so in ein bis drei Jahren, sich dann verwundert die Augen reibt ... so'n Pech aber auch.
Die Schulden werden durch nichts anderes als steigende Einkommen, im Falle eines Staates Steuermehreinnahmen und geringere Ausgaben abgebaut. Sonst durch überhaupt nichts.
Die zweite Seite der Medallie sind die Preise. Aber nicht irgendwelche zusammengelogenen Warenkörbe, sondern die Verbraucherpreise.
Die sind in D in den vergangenen EuroJahren im Schnitt 8.8 % jährlich gestiegen. Dabei ist egal, ob durch Ökosteuer oder Mehrwertsteuererhöhung. Nun kann jeder selbst nachrechnen. Die Einkommen können in diesen 10 Jahren jährlich 2 % gestiegen sein. In dem Fall war die Inflation 6,8 %. Oder sie können (nicht selten) 0,5 % jährlich gefallen sein. Dann war die Inflation 9,3 %.
Der kleine Denkfehler Inflation würde Schulden entwerten ist fatal. Ohne Einkommenssteigerung steigt die Schuldenlast bei zusätzlicher Verschuldung und sonst überhaupt nichts. Durch Inflation werden Ersparnisse entwertet, aber nicht die verzinsten Schulden. Ich müßte als Otto Normalo zum Schutz meiner Ersparnisse diese in Anleihen mit einer Rendite um 7% anlegen. Da kämen die Griechen gerade zur rechten Zeit, falls der Euro nicht kollabiert oder die Griechen ausscheren.
Nähmen wir jetzt andere Euro-Mitgliedsländer, sähe es zappenduster aus.
In Griechenland stiegen die Harmonisierten Verbraucherpreise 20,2 %/a, Spanien 10,2 %/a, Italien 9,8 %/a, Portugal 13 %/a, Irland 10,3 %/a, Finnland 7,7 %/a, Frankreich 7,5 %/a, Niederlande 7,3 %/a und Österreich 7,0 %/a. Mit dem feinen Unterschied, dass die Einkommen in diesen Ländern sich deutlich besser entwickelten als in Deutschland. Griechenland sollte also aus dem Euro aussteigen. Er hat den Menschen dort richtiges Elend beschert. Und da jetzt nach deutschem Muster zu "reformieren" ist blanker Selbstmord.
Wobei die Staatsschulden bei 83 % BIP im Schnitt Ende 2010 bereits besagen, dass der Maastricht - Vertrag und auch der Euro klinisch tot sind. Auch Deutschland Ende 2010 mit 79 % BIP Staatsschulden ist nicht viel besser. Im Maastricht - Vertrag werden Grenzen für Staatsschulden mit 3 %/a angegeben. Gut. Meinetwegen plusminus eingehalten. Aber die Verschuldung in Deutschland ist seit 2002 mit knapp 5%/a gewachsen. Die Differenz zu der "Inflation" sind die Geldentzüge durch Zinszahlungen. Gott hat die vergangenen 10 Jahre eindeutig in Frankreich gelebt.
In den osteuropäischen Ländern der EU sieht es dann richtig übel aus, Bulgarien, Estland, Lettland, Polen, lauter "Griechenländer". Da kommt, nicht nur, auf die EU noch einiges zu.
Crack up boom ist nicht möglich, wenn die Mehrheit kein Geld hat, um die Preise hochzukaufen. Die Aktienkurse sind nachweislich nicht durch wild entschlossene Käuferscharen gestiegen. (Umsätze Deutsche Börse 2009 - 50 %, Parketthandel wird eingestellt, da war tote Hose) Bei den Rohstoffen dürfte es ebenso aussehen. Bei der derzeitigen DEFLATION sind steigende Aktienkurse und Rohstoffpreise blanker Wahnwitz. Die werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eher früher als später total zusammenbrechen. Die Goldmänner und Joe'es Buben können sehr wohl eine Hausse machen, aber sie können eine Baisse nicht verhindern.
-->Bei der derzeitigen DEFLATION sind steigende Aktienkurse und Rohstoffpreise blanker Wahnwitz."
warum? ich hab ja schon mächtig einen an der Waffel. Da stehe ich auch zu. Wenn nun mal das "Geld" immer mehr wird, und es ständig in einem "Kreislauf" sich befindet, wo immer mehr zufließt, dann sucht sich das Zeugs, irgendeine Form, wo es angelegt wird. Und da die Löhne, nicht steigen in der Breite, muss die Kohle irgendwo anders hin.
Oder ich lasse die zu 3% auf dem Sparbuch. Und selbst die lächerlichen 3% wollen sich als Gewinn erwirtschaftet sehen. Wer erwirtschaftet die denn? Das ist doch nicht der liebe Banker von nebenan.
Ford hat das glaube mal gesagt: "Autos kaufen keine Autos" so ist das nun mal. Jeden Tag, werden die Zinsen ausbezahlt werden müssen. Und nun? Woher kommen die Zinsen denn nun? Und fließt das Liquide wieder hin? In die Taschen der produzierenden Bevölkerung garantiert nicht.
Die Griechen machen das richtig. Die sind mMn. die einzigen die erkennen, das Geld letzten Endes nix Wert ist.
und da ich schon mal dabei bin, meine Füße wieder funktionieren, der Meyer Frank... (ach ich weiß ja nicht wie der das schafft) ...
schau dir doch die "Schuldenuhren" an, die sind beim Überschlag angekommen. So schnell kannst du doch gar nicht die Cheeseburger produzieren und essen, wie diese "Uhren" laufen. Das ist ja wie beim "Wettfressen". Gibt es eigentlich auch eine "Produktionsuhr" ? Wie viele Güter werden denn hergestellt in dem Zeitrahmen, und wie viel Penuncia?
Ach was solls, Mitleid habe ich mit dem Frank. Halt durch!!!
das klingt alles recht kompliziert und unanständig für jeden Betroffenen.
Nachfolgenden Text habe ich irgendwo im Netz gefunden (hoffentlich nicht hier im Blog).
Das wäre doch schonmal eine Teillösung, ein Lösungsansatz:
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Optimaler
Finanzkreislauf
Es ist 2010, eine Kleinstadt in Deutschland. Alle haben Schulden und leben auf Kredit.
Zum Glück betritt ein reicher Amerikaner eines der Hotels:
- der Amerikaner will ein Zimmer, legt 500,- € auf den Tisch und geht, um sich das Zimmer anzusehen,
- der Hotelchef nimmt das Geld und rennt zum Metzger, um seine Schulden zu begleichen,
- dieser nimmt die Banknote und rennt zum Schweinezüchter, um seine Schulden zu regulieren,
- dieser nimmt die 500,- € und rennt zum Futterlieferanten, um seine Schulden zu reduzieren,
- dieser nimmt das Geld und gibt es einer Nutte, bei der er laufend auf Kredit war (Krise),
- die Nutte nimmt das Geld und rennt zum Hotelchef, um ihre Schulden für das Stundenzimmer zu regulieren.
Genau in diesem Moment kommt der Amerikaner zurück, sagt, das Zimmer gefalle ihm nicht, nimmt seine 500,- € und verlässt die Stadt.
Niemand hat etwas verdient, aber die ganze Kleinstadt hat keine Schulden mehr und schaut plötzlich wieder völlig optimistisch in die Zukunft!
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Olé.
Du widersprichst dir doch selbst. Real Stand Januar besaßen die Deutschen ziemlich genau 580 Mrd. €, pro Kopf sind das knapp 6000 €, aber der Staat hat pro Nase schon heute, ohne die berüchtigten "Schattenhaushalte" 20000 € Schulden angehäuft. Die privaten Schulden ohne Banken und Industrie sind auch rund 2 Bill. €. Die Forderungen an verschiedene Banken und Versicherungen liegen bei 4,06 Bill. € ("Ersparnisse" laut Bankenverband abzüglich Bargeld). Logischerweise nicht kurzfristig als Geld einbringbar.
Wenn sogar die Bruttolöhne in D jetzt erstmals nach 1949 sanken, die Einzelhandelsumsätze sind seit Jahren nicht ohne Grund im Sinkflug, dann stimmt das jetzt auch mit sinkenden Geldmengen überein. Das M3 EU ist Jan. 10 -0,77 %, das deutsche -2,45 % zum Vorjahresmonat gesunken. Wenn Schulden zurückgehen (M3 sind ja Kredite) und die verzinst waren, kann niemals mehr Geld zirkulieren.
Ich kaufe doch in einer Zeit real knappen Geldes keine Beteiligung an einem hoch verschuldeten Unternehmen, Aktiengesellschaft genannt, wenn die Leitzinsen schlechteste Lage signalisieren. Sonst stünden die nie auf diesem Niveau.
Die Banken sitzen auf Schuldscheinen, die sie aber nicht weiterverkaufen können, weil niemand das Geld hat die Scheinchen zu kaufen. Das Chance-Risikoverhältnis stimmt nicht, ausgedrückt im Zins.
Insgesamt sollen dieses Jahr 3 Billionen $ Staats-Schulden umgeschuldet bzw. über 2 Bill. $ Neuschulden an die weltweiten Gläubiger gebracht werden.
Das heißt einfach bei der heutigen Konstellation entziehen die Banken der Realwirtschaft Netto-Geld. Also ist das nicht die Zeit, in der sich steigende Preise umsetzen ließen. Es ist die Zeit, in der viele Firmen untergehen werden. Dann haben die Banken und andere Gläubiger Abschreibungen auf faule Papiere. Wobei ich ein Eigenkapital von 2 % bei Banken schon reichlich riskant fände. Die haben guten Grund ein hervorragendes Risikomanagement zu brauchen.
Die Wurzel liegt in unserem Geldsystem. Ein Zusammenbruch und Enteignung ist Teil des Systems, nicht Teil eines Fehlers.
-->Du widersprichst dir doch selbst. Real Stand Januar besaßen die Deutschen ziemlich genau 580 Mrd. €, pro Kopf sind das knapp 6000 €, aber der Staat hat pro Nase schon heute, ohne die berüchtigten "Schattenhaushalte" 20000 € Schulden angehäuft. "
Bitte Michael, das sind doch die immer wieder angeführten Average Zahlen, oder nicht. Soviel BWL/VWL habe ich schon im Kopf, dass das nicht funktionieren kann auf dauer.
Ich widersprech mir da auch nicht selber. Wenn nix bei den Menschen in der Tasche "Netto" bleibt, oder immer weniger wird, dann ist das ein Fakt, den man sich wegdurchschnittisieren kann. Kein Thema. Was nutzt mir der Durchschnitt, wenn ca. 80% herumkrebsen?
@ HD
Wo sind denn die Shareholder in dem Rechenbeispiel? Die gerne eine Rendite erwarten? Die ihr Kapital anlegen? Klar, könnte dein Beispiel funktionieren. Aber davon sind wir Lichtjahre entfernt.
Fakt ist doch, dass die Börsen 2009 "besser als erwartet" spielten. Die eingepreisten Erwartungen für 2010 sehen gerade bei Autoherstellern 200 - 700 % bessere Erträge vor. Für die Deutsche Bank und Allianz wäre ich auch skeptisch. Absehbar ist, dass Q1 bis Q3/10 die Quartalszahlen schlechter ausfallen werden, als im Vorjahreszeitraum. Die eingepreisten Hoffnungen werden sich, fast ausnahmslos, nicht erfüllen lassen.
Man hatte und hat ja den Eindruck, Fundamentaldaten würden keine Bedeutung haben. Kurzfristig stimmt das. Ich empfähle niemandem short zu spielen ("ob long ob short, das Geld ist fort"), aber sehr starke Zurückhaltung bliebe aus meiner Sicht angesagt.
Da sind viele Widersprüche in deiner Kette. Allein: Warum steigen denn die Edelmetalle, wenn "die Leute" gar kein Geld haben? Sie haben ... und wie. Nur nicht alle. Was passiert wohl, wenn die Inflationsrate den Guthabenzins immer mehr übersteigt? Angehoben werden die Zinsen aus bekannten Gründen nicht. Es wird in den kommenden Jahren eine Entsparung geben die sich immer mehr beschleunigt. Und davon profitieren auch Aktien als Sachwert. Nicht nur Lebensmittel und Edelmetalle. Wetten dass ...?
Wo stehen denn die Edelmetallpreise ? Unter Jahreshoch in $, der $ zählt. Wo steht denn der DAX ? Unter dem Jahreseröffnungskurs. Einige glaubten offenbar das wären Einstiegspreise. Das warten wir mal ab.
-->Fakt ist doch, dass die Börsen 2009 "besser als erwartet" spielten."
Das ist genau der Punkt, den ich meine. Seitdem Alan Greenspan 1986 das Ruder bei der Fed übernommen hatte, die Geldmengen-"politik" so gelockert hatte, dass jeder sein EFH bauen konnte, jeder einen dritt und viert "Hummer" sein "eigen" genannt hat, genau seitdem klettern die Punkte bei Dow und Co. "besser als erwartet".
Hätte der Hund nicht... hätte er den Hasen... es sagt doch gar nichts aus, ob die Aktien nun teuer oder billig sind, ob der DAX nun bei 5 oder 6 oder 7000 Punkten steht, kann doch gar nicht die wirtschaftliche Leistung wiedergeben. Auch die Rohstoffpreise nicht.
Geld ist wie Wasser, es sucht sich doch immer den Weg des geringsten Widerstandes. Mit möglichst hoher Verzinsung. In welche Assets sollten denn nun die Gelder fließen, wenn nicht in physisch vorhandenen Unternehmen oder in physisch vorhandenen Rohstoffen? Also in "Werte"-- In eine Währung? Dann wäre das wohl der Franken. So wie du das ja auch sagst, wenn ich dich richtig verstanden habe, in der Vergangenheit.
Was ich damit sagen will: Ohne die Greenspanische Geldvermehrung, würde der DOW bei ca. 5000 stehen und der DAX bei 2200. Es sind Hoffnungen, und Wolkenkuckucksheime aufgebaut worden, die der Realität nicht entsprechen/ gerecht werden. Da nur ca. 10% über "richtige" Geldmengen, ich rede nicht von dem Buchstaben M sondern ab B, verfügen können/ dürfen, fließt hier immer "mehr" Geld (Zinsen), in einem immer kürzer werdenden Zeitraum zu. Es ist ja nicht Oma Erna (80), die die Börsen hochjubelt.
Es ist doch der "Performance-"DAX. Da sollen die "wundervollen" (im Schnitt 20 % gesenkten) Dividenden jährlich aufgeschlagen werden. Der eigentliche Preis-DAX wird von der Deutschen Börse auch berechnet. Er steht irgendwo um 3500. Das ist schon in Ordnung. Hier wackelt sowohl bei Rohstoffen als auch bei Aktien der Schwanz - der Index bzw. Derivate darauf - mit dem Hund, den eigentlichen Aktien und physischen Rohstoffen.
Aber genau diese derivative Spekulation auf Pump gegen die Steuerzahler ist für die realen Volkswirtschaften schädlich. Spekulation bedingungslos ja, aber mit eigenem Geld und auf eigenes Risiko.
Bisher ist es noch nicht bei den Börsianern angekommen, dass die Zentralbanken zwar die Zinsen tief lassen, aber die Liquiditätsversorgung auf Vorkrisenniveau absenken.
Wir sahen jetzt tolle Auftragseingänge. Querschuss berichtete gerade, dass da die "Bereinigung" aus deutlichem Minus Plus gemacht hat. Es sieht noch nicht wirklich gut aus.
Was die Amis anbetrifft, ich war nicht dort, solange "Terrorkrieg" herrscht, reise ich auch nicht hin. Ich weiß nicht, wie es da wirklich aussieht und unseren Medien glaube ich nicht ein einziges Wort. Den Leuten geht es dreckig, inwiefern das wirklich selbst verschuldet ist, kann man nicht einschätzen. Selbst unter unseren Hartz IV gibt es sone und solche. Selbst das können wir pauschal nicht bewerten. Der in den Medien verbreiteten Hetze gegen den Dollar schließe ich mich nicht an. Der Euro ist auch heute nicht schwach. Nur einige global players die ihre Einnahmen in Euro haben, aber Schulden in Dollar zu bedienen haben, leben nicht mehr im Paradies. Mehr als zu Recht. Sie haben bei uns Millionen Arbeitsplätze vernichtet.
-->Spekulation bedingungslos ja, aber mit eigenem Geld und auf eigenes Risiko."
Klar va bene :B) , kennst du das? : Wir schließen eine LV auf Gegenseitigkeit ab? Du weisst was das heißt?