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Leserpost aus Wien: Tatort: Bank Austria...

30.07.09

Permalink 22:17:27, Kategorien: b2evolution

Ein Leser meines Blogs hat mir eine Mail zu einem Vorgang bei der Bank Austria geschrieben, deren Inhalt regelrecht schockierend ist... Hier seine Post an mich...

Follow up:

Eigentlich wollte ich nur meine Auszüge und Geld bei der Bank holen, wurde aber von einer Mitarbeiterin angesprochen, ob ich etwas Zeit hätte wegen einer besonderen Aktion blabla... Normalerweise habe ich da keine Lust zu, diesmal hat es mich einfach interessiert was die mir anbieten können, vielleicht wäre ja doch etwas dabei.

Also. Die wollte mir doch tatsächlich einen Kredit aufschwatzen, einen Konsumkredit in Höhe von 10.000,-Euro, Laufzeit für 7 Jahre und zu nur 8% Zinsen plus günstigee 300,-Euro Bearbeitungsgebühr. Gesamtsumme die ich zurückzuzahlen hätte wären knapp 14.000,- gewesen (glaube 13.960,- etwa).
Wieso machen die das? Brauchen die Geld? Gibts doch eigentlich fast geschenkt von der EZB. Und überhaupt, ich wusste gar nicht so um meine finanzielle Situation anfangs Bescheid. Vielleicht wäre ich ja so bettelarm, dass ich mir die monatlichen Raten von ca. 170,- nicht mal hätte leisten können. (Student)

Bin stinksauer auf die Bank Austria. Werde mein Konto dort kündigen, informiere mich gerade bei anderen Banken, wie es mit den Konditionen aussieht und wechsle dann so bald wie möglich.

Und viel schlimmer noch, neben mir fand ein "Beratungsgespräch" statt, viel habe ich nicht mitbekommen, nur so viel, dass man einer alten Dame irgend einen tollen Fond mit langer Laufzeit andrehen wollte, den es aber angeblich erst ab 50.000,-Euro zum Kaufen gibt. Ihr Erspartes war weniger (wie viel weiß ich nicht), aber es wurde versucht, dass sie die Differenz als Kredit aufnimmt, und somit praktisch alles in diesen einen Fond steckt.

Ich glaube es gibt (fast) nur noch Verbrecher auf dieser Welt, alle wollen so viel Geld wie möglich, egal ob auf Kosten von Omi's Rente oder beim Aussaugen der letzten Cents eines Studenten. Hoffentlich ändert sich das bald. Ich bereue jetzt fast, dass ich der alten Dame (zwischen 70 und 80 war sie bestimmt) nicht geholfen habe bzw. eingeschritten bin.

Hoffentlich hat sie das nicht abgeschlossen - außer es ist gut für sie, was ich mir aber nicht vorstellen kann, wie es mitbekommen habe. Das einzig Gute an dem ganzen Schlamassel ist, dass es eigentlich nur noch besser werden kann...

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3 Kommentare

Kommentar from: Edwin Glaser [Besucher]
Nicht nur in Wien, auch in Franken.

Meine Anlageberaterin der Kreissparkasse wollte mir Festgeld mit 5% verkaufen. Irgendwo im Kleingedruckten fand sich dann ein Hinweis; es handelt sich nicht um Festgeld sondern um Fonds.

Bin zur Reiffeisen gewechselt. Diese Ganoven haben mich zwar jahrelang mit easy-credit Werbung vollgemüllt. Zumindest aber kann ich dort einen Genossenschaftsanteil kaufen und der ganzen Bande mitteilen, was ich von deren Beratung halte.
31.07.09 @ 11:24
Kommentar from: C.K. [Besucher]
ich kenn jemand der den Beraterjob geschmissen hat, weil er es leid war den Kunden Produkte aufzudrücken und auch noch auf sie zugeschnitten präsentieren zu müssen.
obwohl das Produkt ein paar Tage vorher von den obersten Managern ausgesucht und an jeden "Berater" als Pflichtverkauf weitergeleitet wurde. Wer nicht die Quote bringt, fliegt raus.

31.07.09 @ 19:50
Kommentar from: Rebecca E. [Besucher] · http://www.duckhome.de
Und während die Bänker dem Steuerzahler das Geld aus der Tasche ziehen, sollen in Dafur und anderen Ländern Menschen sterben. Alles im Rahmen der Bilanzen eben..
Link: http://moltaweto.wordpress.com/2009/07/31/veroffentlichte-leserzuschrift-todesurteil-durch-un/
02.08.09 @ 18:55

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